Die Story zum Boarden in der Lenk
Früh (9:00) am Morgen des 9.April Anno 2004 machte sich eine verwegene Gruppe junger Männer auf den Weg, die Lenk zu erforschen.
Als erstes fuhr ich, der Fahrer, von Winterthur ins verschlafene Städtchen Bassersdorf, um Barbito, den
Schnee-Experten abzuholen. Danach führte die Reise nach Niederhasli, nach einem Umweg über Oberhasli, Mettmenhasli und andere Haslis. Dort schlossen sich zwei weitere Personen an, womit die Expeditionscrew vollständig war. Nun ging es auf die Autobahn und nach 2h und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 140km/h erreichten wir das Simmental. Unterwegs stellten wir noch fest das alle ihre Digicam vergessen habeh und kauften deshalb bei einer Raststätte eine supermoderne Wegwerfkamera.
Nach etlichen Kurven und langsamen Bernern kamen wir endlich in Lenk an.
Leider haben sich die genialen Berner ein System ausgedacht, das die Fahrt zu unserer Vorschungsstation auf dem Bühlberg erschwert. So darf diese Strasse nur von x:45 bis x:55 aufwärts und von x:15 bis x:25 abwärts befahren werden. Da es als wir ankamen 12:15 war, beschlossen wir, uns in eine der Einheimischen Gaststuben zu wagen.
Wir bestellten drei heisse Ovis und einen Punsch. Bekommen haben wir einen Punsch und dreimal heisse Milch. Nach einigem Rätseln beschloss Ralph, das man hier oben wohl die Schockolädli reinschmeissen müsse anstatt Ovi-Pulver. Also schmiss er sie rein. Nachdem ich aber nachfragte, bekamen wir trotzdem noch unser Ovi-Pulver.
Endlich konnten wir uns auf den Weg machen und erklommen die steile Bergstrasse mit ihren Harnadelkurven mit Tempo 40ig (brauche ein Auto mit mehr PS!!!).
Mein armer Saab liess, als wir oben waren, aus Protest den Lüfter noch extra lange laufen obwohl der Motor schon aus war.
Doch vorher habe ich noch fast einen Schlüsselkasten demoliert und bin frontal in eine Wand gefahren. Jedoch blib alles am Auto ganz und auch die Wand steht noch.
Als erstes richteten wir uns kurz ein und liefen anschliessend mit unseren Snowboards zum Lift. Und endlich konnte es losgehen und wir erkundeten die Pistenwelt von Lenk.
Unsere erste Erkentniss war, dass man den Snowboardhalterungen, aussen an den Vierer-Gondeln, nicht trauen darf. Noch in der Talstation fiel mein armes Brett mit viel Getöse aus der Halterung und ich durfte anstatt mit dem Snowboard, mit der Gondel ins Tal zurück. Also beschlossen wir in Zukunft zu zweit in eine Gondel zu gehen und unsere Bretter mit rein zu nehmen.
Als auch der letzte Lift nicht mehr lief machten wir uns auf den Heimweg und Genossen die Abfahrt durch den Tiefschnee zu unserem Haus.
Dort wurden wir auch bereits vom Verpflegungsteam erwartet und es gab bald Spaghetti.
Am späteren Abend setzten wir uns wieder in meinen ultimativen Saab und fuhren ins Dorf runter. Dort spielten wir zuerst Billard und erkundeten anschliessend das Tipizelt der Lenk-Indianer. Um 11 schmissen Sie uns dort raus und wir machten uns auf ins Wildstrubel. Da dort aber kein Schwein war, machten wir uns um ca. 1Uhr auf den Heimweg.
Der erste der an diesem Abend schlafen ging, schlief auch am Morgen am längsten. Ausserdem stellte sich heraus dass er immer Hunger hat und müde ist.
Gestärkt durch den Zmorgen, fuhren wir ins Dorf. Doch leider hatten die Läden über Mittag zu und wir gaben schon fast auf. Also beschlossen wir noch etwas Mutschli zu kaufen, den Käse aus diesem Gebiet. Im Käseladen fanden wir dann Gott sei dank auch etwas zu trinken.
Also fuhren wir zurück zur Basis und erklommen wieder den Weg zum Lift. Wir beschlossen etwas im Tiefschnee zu fahren, wobei die einen als Schneemann unten ankamen.
Auch an diesem Tag war das Wetter nicht so bombig, das heisst etwa 10 Meter Sicht. Davon liessen wir uns aber nicht abschrecken. Dafür hatte es tonnenweise Pulverschnee auf den Pisten, da es immer so stürmte.
Nach der Abfahrt zum Haus und einer Schneeballschlacht gab es eine feine Pizza zum Z`Nacht. Anschliessend ging es wieder ins Dorf um den Match SCB gegen Lugano im Tipi zu schauen. Im 2. Drittel gingen wir dann wieder ins Wildstrubel. Dort wurde beschlossen, den Tisch mit "Kleiner Feigling" zu füllen. Bei den meisten Einheimischen löste dies Kopfschütteln aus. Einige liessen sich jedoch zum mithelfen überreden. Langsam füllte sich der Raum, da der Match vorbei war. Gewonnen hat natürlich Bern und dementsprechend war auch die Stimmung. Endlich war auch das Ziel, den Tisch zu füllen erreicht. Leider wurden aber die schön aufgereihten Fläschchen immer wieder durch irgendwelche Bauerntrampel umgeschmissen. Sogar ein Anschlag mit Cola wurde auf unsere geniale Wegwerfcam verübt.
Der DJ war so auf Drogen, das er nicht merkte, das er immer wieder die gleichen Stücke spielte.
Früh am Morgen machten wir uns dann mit den Beats der toten Hosen auf den Heimweg. In der Zwischenzeit hatte es geschneit und das Auto hatte mühe den Berg zu erklimmen. Doch irgendwie schafften wir es trotzdem noch hoch.
Um 10:30 rafften wir uns dann wieder auf und assen Brunch. Danach ging es heimwärts. Auf der Rückfahrt überholten wir noch ein Polizeiauto mit 130kmh und den Klängen der Beach-Boys. Die Bullen schauten schön doof. Irgendwann wahren wir dann wieder in Mettmenhasli, wo wir noch die örtliche „Halfpipe“ besichtigten und Ralph absetzten. Anschliessend wurde Reto in Niederhasli und Dani in Bassersdorf abgeladen und ich konnte endlich nach hause fahren.
Fazit: Isch voll geil gsi!!!!!!!